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Professor Dr. Robert Faurisson während seiner Rede
anläßlich der ersten freien, staatlich organisierten Holocaust-Konferenz der Welt in Teheran
(11./12.12.2006). |
Guten Tag. Ich danke Ihnen dafür, daß Sie willens sind, mir Fragen zu stellen.
Herr Professor Faurisson, darf ich Sie eingangs fragen, aus welchen Gründen Sie
beschlossen haben, an dieser Holocaust-Konferenz in Teheran vom 11. und 12.
Dezember 2006 teilzunehmen?
Weil ich kein Land kenne, keinen Ort, wo eine Konferenz zu diesem Thema in der
Lage wäre, mich zu empfangen. Selbst in den Vereinigten Staaten von Amerika wäre
die Ausrichtung einer solchen internationalen Konferenz fraglich. Zunächst
einmal könnte jeder Revisionist bei seiner Ankunft auf amerikanischen Boden
zurückgewiesen werden. In Frankreich wäre solch eine Konferenz undenkbar. Ich
sehe nicht ein einziges europäisches Land, das eine Konferenz oder eine
öffentliche Debatte zum "Holocaust" zulassen würde. In Deutschland, Ihrem
Heimatland, ist das Verbot jeglicher Form von Revisionismus drakonisch. Kanada,
Australien, Neuseeland sind unerbittlich. Es mag sein, daß an anderen Orten auf
diesem Globus gewisse Länder gleichgültig gegenüber diesem Thema sein können. Es
stellt also eine vollkommen unerwartete Gelegenheit dar, daß der Iran sich
bereit erklärte, eine internationale Konferenz zum "Holocaust" abzuhalten, die
dieses Mal allen offen stand. Es handelte sich dabei nicht um eine
revisionistische Konferenz, sondern darum, wie es ihr Titel ("Review of the
Holocaust: Global Vision") benennt, den "Holocaust" erneut zu betrachten, und
zwar in einer globalen Sichtweise, und nicht in einer begrenzten oder
voreingenommenen. Ich hätte nicht gedacht, daß solches noch zu meinen
Lebenszeiten geschehen würde.
Welches genaue Ziel verfolgen Sie mit Ihrer Teilnahme hier?
Ich möchte öffentlich machen, was die großen Medien der westlichen Welt
unaufhörlich zu verbergen versuchen. Wenn diese Medien von Revisionisten
sprechen, dann ist es, um uns zu verleumden oder uns Anschauungen vorzuhalten,
die wir niemals geäußert haben. So behaupten sie zum Beispiel einfach, die
Revisionisten seien Leute, die behaupteten, es hätte keine deutschen
Konzentrationslager gegeben. Dies ist eine Dummheit, die zumindest bei den
Franzosen leider sehr weit verbreitet ist. In diesem Zusammenhang ist zu sagen, daß
der Durchschnitts-Franzose sich vorstellt, die Revisionisten seien verrückte
Menschen, die soweit gingen, das Offensichtliche zu leugnen. Deshalb werden wir
auch in einer Art Sprachverhunzung als "Negationisten" benannt.
Haben Sie, am Ende dieser Konferenz, den Eindruck, daß Sie Ihr Ziel erreicht
haben?
Teilweise. Die Welt hat zur Kenntnis nehmen können, daß wir existierten und daß
wir in einer friedlichen und freundschaftlichen Art und Weise mit Personen
umgehen konnten, die nicht unsere Ansichten teilen. Für echte Debatten hat die
Zeit gefehlt. Außerdem glaube ich, daß die Medien nahezu nichts vom Inhalt,
geschweige denn von unseren Stellungnahmen berichten werden. Sie werden zu
unseren Argumenten schweigen und unsere Forschungsergebnisse unerwähnt lassen.
Um eine wirkliche Debatte zu erzielen, müßten wir eine neue Konferenz
durchführen, jedoch nur unter der Bedingung, daß sich unsere Gegner nicht
davonstehlen. Ich darf erwähnen, daß ich für einen kurzen Moment die Gelegenheit
hatte, eine kontroverse öffentliche Auseinandersetzung mit einem Professor zu
haben, der dem Revisionismus gegenüber feindlich eingestellt war. Diese
Kontroverse hat sich in spektakulärer Weise zu unseren Gunsten gewendet. Ich
werde Ihnen später davon erzählen, wenn Sie dies wünschen.
Gerne.
Da ist vor allem die Resonanz zu nennen, die diese Konferenz weltweit erzeugt
hat. Sie hat heftige Proteste hervorgerufen. Diese haben, ab dem 12. Dezember,
mit einer Erklärung von Sean McCormack, dem Pressesprecher des Weißen Hauses
begonnen, der dem iranischen Regime vorwarf, "in einer perversen Art und Weise
zu versuchen, die [nazistischen] Schrecken in Frage zu stellen und dem Hass eine
Bühne zu bereiten." Danach hat in Brasilia die Regierung eine offizielle
Verurteilung abgegeben. Dann in England. Danach, bei den Vereinten Nationen, hat
Kofi Annan seine Stimme hören lassen. Ebenso der Vatikan. Nach dem Urteil all
dieser hohen Würdenträger gäbe es keine Veranlassung, Fragen zum "Holocaust" der
Juden zu stellen. Der "Holocaust" habe stattgefunden. Punkt, Ende der Debatte.
Aber ich habe Ihnen das Beispiel einer kontroversen öffentlichen
Auseinandersetzung versprochen. Hier ist sie. Diese Kontroverse hat mich gestern
einem iranischen Professor der Universität von Shiraz gegenübergestellt, der
auch an der Universität des Staates Washington unterrichtet. Sein Name: Gholam
Vatandoust. Während seines Vortrages hatte er es gewagt zu sagen, der
"Holocaust" sei "fully documented", das heißt also, er sei durch Dokumente
vollständig belegt. Also habe ich diesen Professor nach seinem Vortrag gefragt,
als die Zuhörerschaft dem Vortragenden Fragen stellen konnte, er möge mir ein
Dokument nennen. Und ich habe darauf bestanden, daß ich nicht ein Bündel von
Dokumenten wolle. Ich wünschte nur ein einziges. Er hat begonnen mir zu
antworten, Churchill habe in seinen Erinnerungen die nazistischen Schrecken
verurteilt. Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, daß Churchill niemals die
"Gaskammern" erwähnt habe, und dieses gelte ebenso für Eisenhower, für de Gaulle
und für andere. Ich habe ihn daran erinnert, das was ich von ihm wolle, sei ein
Dokument. Ich habe ihn darauf hingewiesen, daß Winston Churchill ein politischer
Mensch war, der hier seine Empfindungen zum Ausdruck brachte. Ich war jedoch
nicht auf der Suche nach Empfindungen eines Mannes, und sei es die einer
Persönlichkeit eines Churchills. In diesem Augenblick glaubte der Professor, ein
anderes Argument zu finden. Er sagte, ich müsse ihn nur zu den amerikanischen
nationalen Archiven begleiten, wo ich Dokumente finden würde. Das war aber keine
Antwort, denn ich hatte ja nur nach einem Dokument verlangt. Es hat mich an die
Geschichte des Fischers und des Fisches erinnert. Ein Fischer rühmt sich, er
habe einen wundersamen Fischfang getätigt, einen außergewöhnlichen Fisch
gefangen. So bitte ich ihn, den Fisch sehen zu können. Er jedoch entgegnet mir:
"Wie das? Sie zweifeln meine Aussage an? Wenn Sie ein Ungläubiger sind und wenn
Sie mir nicht Ihr Vertrauen schenken, so möchte ich Ihnen die Stelle zeigen, wo
ich den Fisch gefangen habe." Natürlich wird meine Antwort sein, daß mich nicht
die Stelle interessiere, sondern der Fisch. Man möge mir ihn zeigen! Also:
"Zeigen Sie mir oder zeichnen Sie mir eine Nazi- Gaskammer!". Dies verlange ich
nun schon seit Urzeiten.
Ich habe meinem Gegenüber gesagt, daß ich die amerikanischen nationalen Archive
kennen würde. Ich hätte sie sogar an drei verschiedenen Orten aufgesucht. In
Washington selbst, dann, nicht weit davon entfernt, in Suitland, und auch in dem
herrschaftlichen Sitz von College Park. Im Grunde erhielt ich auf meine Frage
keine Antwort. Der Mann hat drei weitere Versuche gestartet, ebenso fruchtlose,
bis ein Teil der Zuhörerschaft, feststellend, daß er einfach nicht in der Lage
war, mir zu antworten, diesen Schlagabtausch mit Lachen und einer Ovation
beendete. Heute vormittag hatte ich Gelegenheit, diesen Professor wiederzusehen.
Ich habe ihn um ein vielfaches bescheidener vorgefunden als gestern, und er
zeigte eine lebhafte Neugierde für eine These, die sich ihm scheinbar erstmalig
offenbarte. Wir haben unsere Adressen ausgetauscht und vielleicht wird sich die
Unterredung fortführen lassen. Ich habe auch zwei kurze private Gespräche mit
einem der sechs antizionistischen Rabbiner geführt, der an den Arbeiten hier
teilgenommen hat, einem Briten, der sich von den Schlußfolgerungen der
revisionistischen Forschung überrascht, aber nicht schockiert zeigte. Außerdem
habe ich noch einen kurzen und freundschaftlichen Austausch mit einem
Großrabbiner aus Österreich führen können.
Es scheint, daß ein anderer Teilnehmer, Viktor Nadeïn-Raïevski, vom Institut der
Weltwirtschaft und der internationalen Beziehungen, das der russischen
Wissenschaftsakademie angegliedert ist, gesagt haben soll: "Faurisson verlangt
Dokumente. Aber es gibt bedeutsame geschichtliche Ereignisse, die kein einziges
Dokument hinterlassen haben. In diesen Fällen kann man keine Dokumente
vorweisen." Ich würde gern wissen, was das für "bedeutsame geschichtliche
Ereignisse" sein sollen, von denen es kein einziges Dokument geben soll!
Ich glaube, er sprach von den Roten Khmer.
Mag sein. Doch dann tut es mir wirklich leid! Über dieses Ereignis sind wir im
Besitz von Unmengen an echten oder vermeintlichen Dokumenten. Ich erinnere hier
nochmals an die Bedeutung des Begriffes "Dokument". Üblicherweise ist ein
Dokument ein Schriftstück, aber es kann auch ein materieller Gegenstand sein. "Dokument" stammt von einem lateinischen Verb, das bedeutet
"welches
unterrichtet, welches einem Dinge mitteilt". Ein Messer auf einem Tisch, ein
Stuhl, ein Zimmer, ein Gebäude können die Wertigkeit eines Dokumentes besitzen.
Es ist vollkommen natürlich, daß zum Beispiel ein großer Geist wie Fustel de
Coulanges (1830-1889), der für uns der Begründer der wissenschaftlichen
Geschichtsschreibung gewesen ist, sich folgenden Leitspruch zu eigen machte:
"Kein Dokument, keine Geschichte."
Ich habe Ihnen zwei Beispiele von zwei Teilnehmern genannt, die das bestritten,
was die Revisionisten als Ergebnis ihrer Forschungen an Schlußfolgerungen
gezogen haben. Ich betone das. Man behandelt uns als "négateurs" [Verneiner]
(zumindest ist dies ein französisches Wort) oder als "négationnistes" [Negationisten]
(hier gelangt man in die Sprachverhunzung). Beide Worte besagen, die
Revisionisten seien Leute, die das Offensichtliche verneinen würden. Sie seien
also, in gewisser Weise, vom Teufel geleitet. Wie bei Goethe, nicht wahr, wären
wir im Besitz "des Geistes, der stets verneint". Doch in Wahrheit verneinen wir
gar nichts. Wir bestreiten lediglich, als Ergebnis unserer Forschungsarbeiten,
gewisse Behauptungen und benennen unsere eigenen Schlußfolgerungen. Galilei
"verneinte" nichts, aber als Ergebnis seiner Arbeiten stellte er fest, daß
gewisse Aussagen, die gemeinhin als allgemeingültig angesehen wurden, falsch
waren, andere hingegen waren richtig.
Können Sie mir Ihren eigenen Vortrag auf der Konferenz zusammenfassen?
Mein Vortrag befaßte sich mit "den Siegen des Revisionismus", also mit den
Zugeständnissen, die uns die Antirevisionisten über die Jahre haben zubilligen
müssen. Ich empfehle, das Schriftstück heranzuziehen, das ich "Die Siege des
Revisionismus" betitelt habe, und in dem ich eine Auswahl von zwanzig Beispielen
dieser Siege liefere. Einige dieser Siege, die von 1951 bis 2004 reichen, sind
spektakulär. Leider weiß die Öffentlichkeit davon nichts, da wir keinen Zugang
zu den Massenmedien haben.
Bitte geben Sie mir ein Beispiel dieser Siege.
Ich könnte den Fall von Jean-Claude Pressac nennen. Über Jahre hat dieser
Schützling des Ehepaares Klarsfeld zu behaupten gewagt, er habe Beweise für das
Vorhandensein der "nazistischen Gaskammern" gefunden. 1993 und 1994 ist eines
seiner Bücher in den Massenmedien beweihräuchert worden. 1994 habe ich ihm in
einem Büchlein erwidert. Deswegen wurde ich dann auch vor Gericht gezerrt. Zum
Glück habe ich erreicht, daß Pressac ebenfalls vor Gericht erscheinen mußte.
Dies war im Mai 1995, in Paris. Seine Bloßstellung war beeindruckend. Er hat
sich davon niemals mehr erholt. Im Jahre 2000 hat Valérie Igounet, eine
französische Historikerin, die den Revisionisten gegenüber feindlich gesonnen
ist, in ihrem Buch Histoire du négationnisme en France [Geschichte des
Negationismus in Frankreich] eine Art Kapitulationserklärung wiedergegeben, die
von Pressac unterzeichnet war. Letzterer hatte nämlich schlußendlich
zugestanden, daß die Geschichte der deutschen Konzentrationslager aufgrund zu
vieler Lügen "faul" sei - dies ist sein eigenes Wort. Er hat sogar ergänzt, man
habe so um das Thema echter Leiden eine wahrhaftig "faule" Akte geschaffen und
diese sei - so er wortwörtlich - "reif für den Müllhaufen der Geschichte".
Erstaunlich! Was ist aus Pressac geworden?
Seine jüdischen Freunde haben ihn natürlich fallen lassen. Er ist 2003, im Alter
von 59 Jahren, gestorben. Das mediale Schweigen darüber war vollkommen. Pressac
gehört zu der Gruppe von Leuten, die sich als unfähig erwiesen haben, die
Herausforderung anzunehmen, die ich in den 70er Jahren aufgestellt hatte. Ich
hatte damals bewiesen, daß sich die These des Vorhandenseins angeblicher
Gaskammern an fundamentalen physikalischen Unmöglichkeiten stieß. Der
Leuchter-Bericht und der Rudolf-Bericht, ebenso einige andere Berichte und
Meinungsäußerungen von Wissenschaftlern, haben im Nachgang meine Beweisführung
bestätigt.
Hier in Teheran haben Sie Ihren mündlichen Vortrag mit einer Warnung bezüglich
der Bildaufnahmen begonnen, die sogenannte nazistische Greuel darstellen. Warum?
Weil die Vorstellungen der Menschen davon durchtränkt sind. Bezüglich
lügenhafter Propaganda gibt es nichts Einfacheres und Wirksameres als die
Verwendung von Bildaufnahmen. Sie brauchen nicht einmal komplizierte
Bildmanipulationen durchzuführen. Es genügt, Kranke, Sterbende oder Verstorbene
zu zeigen, und diesbezüglich von Getöteten, Ermordeten oder Massakern zu
sprechen. Leutselige Menschen werden sich davon beeindrucken lassen. Sie werden
Abscheu, Empörung und Wut empfinden. Sie werden nicht mehr sehen, was sie vor
ihren Augen haben (Verstorbene), sondern nur das, was man ihnen in ihre
Vorstellung eingeflößt hat (Getötete). Ihre Sinne werden benebelt sein. Sie
werden sich die Zeit zum Nachdenken nicht nehmen. In Sachen von falschen
Massakern ist das Vorgehen stets gleich. Bei Beachtung der unterschiedlichen
Größenordnungen sind die angeblichen Massaker von Auschwitz unter diesem
Gesichtspunkt gleichzusetzen mit den angeblichen Massakern, die den Unterlegenen
anderer Konflikte vorgehalten wurden, sei es Andersonville (angebliches
Vernichtungslager des amerikanischen Sezessionskrieges), Temeschburg (Timisoara/Rümanien)
oder Kuwait-City. Dabei sind Leichen von Frauen oder Kindern besonders nützlich.
Dies ist das Verfahren, das 1945 auf der einen Seite die US-Amerikaner und
Briten, auf der anderen Seite die Sowjetrussen angewandt haben. Mannschaften von
Photographen oder Kameraleuten betreten 1945 ein beliebiges deutsches
Konzentrationslager nach dessen Befreiung. Zunächst wird alles photographiert
oder gefilmt. In einem zweiten Schritt werden, nach einer Auswahl, nur die
erbärmlichsten und grauenhaftesten Aufnahmen beibehalten, vor allem die von
Krankenbaracken oder deren Umgebung. Man befaßt sich vor allem mit den
Fleckfiebererkrankten, wahrhaftige wandelnde Skelette, und den tatsächlichen
Greueln all dieser Lager, wobei diese Greuel bei weitem geringer waren als die
in den sowjetrussischen Gulags. In einem dritten Schritt erzeugt man durch die
Kommentare den Eindruck, die Kommandanten und Bewacher des Lagers hätten
absichtlich diese Unglücklichen in diesen Zustand versetzt, da sie ganz einfach
eine Politik der gezielten Vernichtung der Häftlinge verfolgten. Die
Bildaufnahmen der sehr zahlreichen Gruppen von kräftigen Häftlingen, die sich
über ihre Befreiung freuen, wird man ihnen mit nur wenigen Ausnahmen
vorenthalten. Man wird ihnen verschweigen, daß es in diesen Lagern, so wie es
zum Beispiel in Auschwitz der Fall war, für die Häftlinge riesige Küchen und
alle Formen von sanitären, medizinischen, zahnärztlichen oder chirurgischen
Anlagen geben konnte, dazu Bäckereien, Postämter, Werkstätten, Räume für
künstlerische und musikalische Freizeitbeschäftigungen, deren alleinige
Anwesenheit die Wahrscheinlichkeit zumindest gering erscheinen läßt, die
Deutschen hätten eine wie auch immer geartete bewußte Zielsetzung der physischen
Vernichtung der Häftlinge verfolgt. Im Gegenteil. Für die Propagandisten wird
ein Skalpell zu einem Beweis, daß getötet oder gefoltert wurde. Eine Gaskammer
zur Entseuchung wird zum Beweis dafür gemacht, daß man Menschen und nicht
schädliche Insekten vergaste. Eine Zyklon-B-Dose, die zur Entseuchung oder
Entwesung diente und die man also zum Schutze des Lebens gegen Krankheiten oder
tödliche Seuchen benutzte, wird zum Beweis werden, daß die Deutschen diese
verwendeten, um menschliches Leben zu vernichten.
Die wahren Greuel aller Lager sind dagegen das Zusammengepferchtsein, der Mangel
an Privatsphäre ("die Menschen sind wie Äpfel; je mehr man sie stapelt, desto
mehr verfaulen sie"), die um sich greifende Gewalt, der Hunger, die
Unzulänglichkeiten, die Krankheiten, die Seuchen. Der Revisionist Paul Rassinier
hat darüber treffend berichtet. Gelegentlich haben also die Gefangenen die Hölle
kennenlernen können.
Sie hatten unter anderem die britische Propaganda im Zusammenhang mit
Bergen-Belsen erwähnt …
In der Tat, hier haben die Landsleute von Winston Churchill eine Meisterleistung
vollbracht. Dies bezeichne ich als "den Trick mit dem Traktor von
Bergen-Belsen". Im April 1945 hatte sich dieses Lager, das überbelegt war, von
aus dem Osten stammenden Seuchen heimgesucht wurde, dem Hunger ausgesetzt war
und seit Tagen wegen der anglo-amerikanischen Bombardierungen unter Wassermangel
litt, in eine wahrhaftige Seuchenbrutstätte verwandelt. So hatten die deutschen
Verantwortlichen den sich dem Lager nähernden Truppen von Montgomery eine
Delegation entgegen geschickt, die sie vor den hygienischen Zuständen warnen
sollte, und wahrscheinlich auch vor den Risiken, denen alle, einschließlich der
deutschen Bevölkerung, ausgesetzt worden wären, wenn die Internierten ohne
jegliche Gesundheitskontrolle plötzlich freigelassen worden wären. Um der Lage
Herr zu werden, willigten die Briten in eine Zusammenarbeit mit der Wehrmacht
ein, lehnten aber eine solche mit der SS ab. Sie nahmen sich vor, die großen
Todesgruben zu öffnen, die Toten zu zählen, und dann die Leichen in weiten und
tiefen Gruben wieder stapelweise zu verscharren. Um alle diese Leichen in die
Gruben zu schieben, haben sie einen Traktor verwendet. In einem vor Ort
gedrehten Film zeigt man uns diesen Traktor bei der Arbeit. Eine Auswahl dieser
Aufnahmen ist der Nachwelt überliefert worden, unter anderem mit Hilfe eines
Dokumentarfilms (Verfasser Alain Resnais) Nuit et brouillard [Nacht und Nebel]
(1955). Millionen von Zuschauern glaubten, damit einen Beweis zu sehen, daß die
Deutschen, Tag für Tag, ihre Häftlinge im industriellen Maßstab umbrachten. Es
muß nur wenige Zuschauer gegeben haben, die erkannten, daß der Fahrer des
Traktors kein deutscher, sondern ein britischer Soldat war. 1978 zeigte eine
Publikation aus Süd-Afrika, die bestimmt war, jegliche Revision des "Holocausts"
zu widerlegen, die Aufnahme des Traktors und der Leichen, wobei aber der Kopf
des Fahrers entfernt worden war, und dies in der bewußten Absicht uns glauben zu
lassen, der Fahrer sei ein Deutscher gewesen.
So kommt es, daß sich mit der Zeit in der Vorstellung einiger, so zum Beispiel
bei Maurice Druon von der französischen Akademie, "der" Traktor im Singular
folgerichtig in "die" Traktoren verwandelt hat. Man könnte unaufhörlich die
übelsten Machenschaften dieser Propaganda aufzählen, die auf solchen Greuelgeschichten fußen. So zeigt man uns mit einer Unbekümmertheit Berge von
Schuhen und Brillen oder Haufen von Haaren, als hätte man damit Beweise, diese
würden von Vergasten stammen. Man verschweigt aber beflissentlich in diesem
Zusammenhang, daß in einem Europa, das sich einer Blockade gegenüber sah und in
dem alles knapp war, nichts weggeworfen wurde und alles wiedergewonnen und
wiederaufbereitet wurde. So eben auch Haare, welche häufig für Zwecke der
Textilindustrie dienten. Es gab eine Vielzahl von Werkstätten zur
Wiederaufbereitung von Leder, Glas, Metall und Holz, sei es in den Lagern oder
in den Städten und Dörfern. Auch der "Trick mit den Koffern" ist es wert,
erwähnt zu werden. Eine sehr bekannte Aufnahme zeigt uns, in Auschwitz, einen
Berg von sorgfältig gestapelten Koffern, die man uns als solche vorstellt, als
habe darauf jeder unglückliche Besitzer sorgfältig seinen Namen und seine
Anschrift aufgetragen, bevor er in die Gaskammer geschickt wurde. Aber, wenn man
genauer hinsieht erkennt man, daß die Namen und Anschriften von ein und
derselben Hand geschrieben worden sind, und dies mit dem gleichen weißen Mittel.
Deshalb handelt es sich in Wirklichkeit hier um das, was sich bei der Aufnahme
in jede x-beliebige Hafteinrichtung abspielt: die Gegenstände der Gefangenen
werden von den Bediensteten der Gefängnisregistratur in diese aufgenommen. So
konnte Marcel Bloch-Dassault lange nach dem Krieg seine Brieftasche aus
Deutschland wiederbekommen, die ihm bei seiner Aufnahme in das Lager von
Buchenwald abgenommen worden war. Eines Abends konnte man ihn im französischen
Fernsehen sehen, wie er seine Brieftasche vorführte, sie öffnete, und ein
vierblättriges Kleeblatt herausnahm, das sich darin bei seiner Ankunft im Lager
befunden hatte. Dennoch, es besteht kein Zweifel darüber, daß die deutschen
Verantwortlichen sicherlich aus den zahlreichen Depots von beschlagnahmten
Gegenständen geschöpft haben, um daraus die Zivilbevölkerung zu beliefern, die
von den Bombardierungen heimgesucht war und der alles fehlte. |