Politik 2009

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Erstveröffentlichung dieses Artikels: 09/11/2009 - Quelle: NJ-Autoren

Holo-Schreckenserlebnis für BRD-Liberale in Kairo

"Die üblichen jüdischen Lügen, die zum Tode von Millionen Deutschen führten!"

Wolfgang Gerhard schien, als ob er an die Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden müsste, als ihm seine Kollegen von der Internationalen Liberale in Kairo sagten, dass der Holocaust eine "typische jüdische Lüge" sei.

Sie nennen sich "Freisinnige", beten aber brav die Rosenkränze der neuen Holo-Religion herunter, nämlich die Maulkorb-Gesetze der BRD. Jedes Nachdenken, auch über die absurdesten Holo-Geschichten, ist in der BRD verboten, jede freie Wissenschaft dazu wird mit dem Strafgesetz (§ 130 StGB) unterdrückt. Diese gewaltsame Unterdrückung des forschenden und freien Geistes wird in der BRD selbstverständlich von den sogenannten Freisinnigen mitgetragen, weshalb sie sich lieber "Dumpfsinnige", anstatt "Freisinnige" nennen sollten.

Ende Oktober 2009 fand in Kairo der 56. Kongress der Liberalen Internationale (LI) statt. Die Regierungspartei FDP, die unter der Parole "liberal, freisinnig" firmiert, schickte hochrangige Vertreter nach Kairo. Der frühere FDP-Vorsitzende Wolfgang Gerhard führte die Delegation an.

Eingeladen nach Kairo hatte die bis dahin von der FDP in den höchsten Tönen gepriesene Oppositionspartei al-Gabha (Demokratische Front). Die deutschen Holo-Dumpfsinnigen der FDP fühlten sich zunächst auch sehr wohl und gut aufgehoben bei der al-Gabha, stand das Treffen doch unter dem Motto, "den radikalen Muslimen und fundamentalistischen Islamisten Paroli bieten." (Welt, 30.10.2009, S. 7) Ganz im Sinne der Lobby also, weshalb die FDP-ler sich ein Freudenfest des unfreien Geistes erhofften.

Allerdings verflog die gute Stimmung bei den Holo-Deutschen bereits zu Konferenzbeginn. In der arabischen Welt versteht man nämlich unter dem Wort "liberal" tatsächlich noch freies Denken und nicht das Ausschalten des Gehirns - wie in der BRD. Der in allen arabischen Gesellschaften akute Widerstand gegen die zionistischen Verbrechen, im Westen von den Lobby-Medien brav "die neue Form des Antisemitismus" genannt, ist die dominierende Geisteskraft in diesem Teil unserer Welt, die schon bald eine maßgebliche Rolle im globalen Maßstab spielen dürfte.

Der ägyptische Kolumnist Ahmed Ess al-Arab griff in seiner Zeitung, dem Sprachrohr der gastgebenden Partei, den Afro-Diener der Lobby, "Baruch" Obama, scharf an, "weil dieser in seiner an alle Muslime gerichteten Kairoer Rede den Holocaust als geschichtliches Geschehnis bestätigt hatte." (Welt, 30.10.2009, S. 7) Der Journalist demonstrierte gemäß WELT seine Fähigkeit zu Freisinnig- und Denkfähigkeit mit "Gründen für seine gegenteilige Meinung und beendete seinen Schmähartikel mit den Worten: 'Die üblichen jüdischen Lügen schufen eine Atmosphäre des Hasses gegenüber den Deutschen, der zum Tode von Millionen führte." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Wolfgang Gerhard und seine Mit-Dumpfsinnigen waren erschüttert. Ausgerechnet Araber sorgten im Namen der Liberalität und im Namen des Freisinns bei den BRD-lern für ein Holo-Schreckenserlebnis. Dass Ahmed Ess al-Arab auch noch die Deutschen als Opfer der jüdischen Holo-Story darstellte, führte dazu, dass die Mitglieder der FDP-Delegation den Eindruck hinterließen, als müssten sie wegen ernsthafter Kreislaufprobleme an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden.

Sekina Fouad richtete als Frau den Blick auf Wolfgang Gerhard und stellte die Frage: "Sind Zionisten Menschen?" (Welt, 30.10.2009, S. 7) Damit nicht genug. Dem vor Schreck erstarrten Gerhard sagte sie, sie sei "dankbar für die mannigfachen jüdischen Vertreibungen und Ausweisungen." Dann schilderte sie den deutschen "Dumpfsinnigen" die "unethischen und inhumanen Methoden der Juden." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Und was schrieb Frau Fouad der BRD-Delegation ins Holo-Gebetsbuch? "Auch sie hält den Genozid an den europäischen Juden für einen Teil des 'Arsenals jüdischer Erdichtungen'." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Erstarrt, wie von einem schweren Schlaganfall gezeichnet, mussten sich die deutschen "Dumpfsinnigen" also von niemandem geringeren als von der Vizepräsidentin der einladenden Partei, Sekina Fouad, eine solche "Lektion" anhören. Zum Abschluss gab Frau Fouad den Deutschen noch mit auf den Weg, dass der Gründervater der USA, Benjamin Franklin, die Juden als Bedrohung für das neu geschaffene Land bezeichnet hätte. "In demselben Artikel behauptete sie, Juden wollten ihre Ziele auf jeden Fall erreichen, wenn nötig 'durch Blut, Mord, Terror und Einschüchterung'." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Der Vertreter der ägyptischen Liberalen, Ayman Nour, sprach "von den Juden als dem Feind". Gemäß Nour "repräsentiere dieser Feind alles Widerliche und Verschwörerische." (Welt, 30.10.2009, S. 7) Ayman Nour wurde international bekannt, weil er im Jahre 2005 die Rechtmäßigkeit der Präsidentenwahl infrage stellte und deshalb fast vier Jahre lang im Gefängnis saß. Er galt allen "Liberalen" der Welt, ganz besonders jenen der BRD, als Symbol des "freisinnigen Liberalismus". Man war sich sicher, er würde zum Lobby-Diener werden. "Doch kurz nach seiner Entlassung besuchte er in Port Said eine - von der orthodoxen Muslimbruderschaft mitorganisierte - Feier, in der an den 'Kampf gegen die Juden im Jahre 1948' erinnert wurde." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Ernst Cramer, Einflussjude in der BRD und Vorstandsvorsitzender der Axel-Springer-Stiftung, beklagte sich in dem Welt-Beitrag bitterlich darüber, dass "heute - trotz der diplomatischen Beziehungen zu Israel - Antisemitismus eine Selbstverständlichkeit in Ägypten ist." (Welt, 30.10.2009, S. 7)

Freies Denken, das Durchschauen der Lügen, ist für Einflussjuden wie Cramer selbstverständlich immer Antisemitismus. Und es tut ihm das Herz weh, dass die Antisemitismus-Keule in der arabischen Welt noch nicht von willfährigen Lobby-Politikern zum Einsatz gebracht werden kann.

So blieb Cramer am Ende nichts anderes übrig, als den zentralratstreuen Dumpfsinnigen der FDP-Delegation in Kairo ans Herz zu legen, auf ihre denkfähigen arabischen Kollegen von der LI einzuwirken, das Denken doch bitteschön der jüdischen Lobby zu überlassen und lobbykonform dem Beispiel der Deutschen zu folgen. Ganz nach dem Motto: Freiheit ist, wenn man alles nachplappert, was die jüdische Lobby zur Stützung ihrer Interessen als Parolen vorgibt. Cramers Appell an die FDP-Delegation in Kairo lautete deshalb in vollendeter Chuzpe: "Die liberalen Politiker, die sich jetzt in Kairo aufhalten müssen dort - und leider nicht nur dort - für einen wahren Liberalismus, d. h. den Verzicht auf jede Voreingenommenheit im Denken und Sprechen, kämpfen. Nur dann bekommt das Treffen der Freisinnigen in Kairo einen Sinn." (Welt, 30.10.2009, S. 7)


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